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Donnerstag, 29. Oktober 2015

Das Crowdfunding-Handbuch – Ideen gemeinsam finanzieren

Das Autorenteam um Ulrike Sterblich, Anna Theil, Tino Kreßner und Denis Bartelt stellt auf rund 250 Seiten und zum Preis von € 20.- das Thema Crowdfunding umfassend vor. Das neue Handbuch gibt gerade den Teams, die sich als Einstieg mit dem Thema Crowdfunding beschäftigen wollen, einen guten ersten Überblick.

Ein Blick in die Gliederung zeigt die Schwerpunkte der Veröffentlichung: Sie befasst sich mit allen relevanten Fragestellungen um die crowd vor, während und nach einer Kampagne. Zum Einstieg werden noch auf einigen Seiten die grundsätzlich unterschiedlichen Modellansätze und –Anlässe einer crowd-basierten Finanzierung aufbereitet. Durchgängig angereichert wird das ganze Buch mit verschiedenen Fallbeispielen und einigen Checklisten.

Mein Eindruck: Insgesamt ein handwerklich solide gemachtes Buch. Es gibt für den Einstieg in das crowd-Thema einen recht guten Überblick in das im Detail doch oftmals komplexe Thema. Gewünscht hätte ich mir eine detailliertere und kritischere Aufbereitung der unterschiedlichen Finanzierungsangebote und Möglichkeiten. Hier ist der Markt und mit seinen angebotenen Produkten doch komplexer und verändert sich stetig. Die Teams sollten sich gerade zum Einstieg tiefer mit der grundsätzlichen Eignung, Zielsetzung einer crowd-Finanzierung beschäftigen und sich dabei auch selber und das Geschäftsmodell auf Eignung hin hinterfragen. Gerade die Checklisten und Fallbeispiele könnten das Print-Produkt weiter mit Leben füllen und aus der Webseite zum Buch könnte eine interessante Print-Online-Kombination entstehen. So behält das sich schnell weiterentwickelnde crowd-Thema in der Dokumentation stetige Aktualität.


Samstag, 20. Juni 2015

Bergfürst und die Banklizenz

Wer hier im Blog ein wenig stöbert, erkennt schon in den ersten Beiträgen meine grundsätzlich positive Grundhaltung zum Bergfürst-Ansatz. Klar, einige Veränderungen in der Kommunikationsstrategie hat es gegeben: Crowdinvesting - Dann kamen Immobilen als neue Asset-Klasse hinzu - Es folgte der aus meinem persönlichen Empfinden her schräge Begriff des Neo-Investing als Markenbotschaft. Aber das ist nur ein Begriff. Eine Banklizenz ist nicht zu unterschätzen. In diesem Thema steckt richtig, richtig viel Arbeit verbunden mit hohen Kosten. Eigenverantwortliches Investieren und das direkt in reifere und innovative Unternehmen: das war für mich immer Kernbotschaft und Motivation zugleich. Das ganze dann noch auf Basis eines BAFIN-Regelwerkes einer Bank: ein klares Differenzierungsmerkmal auch gegenüber anderen Plattformen am Markt. Handelbare Anteile rundeten dann den Ansatz ab.

Leider kam Bergfürst mit den versprochenen Investmentchancen nicht wirklich in die Schuhe. Über lange Zeit mit Urbanara eine einzige Unternehmensbeteiligung im Angebot, gefolgt von einer Immobile in Hamburg und jetzt: Wir geben die BAFIN-Zulassung zurück. Diese Botschaft lässt aufhorchen. Klar, ein StartUp muss flexibel sein; auf Marktveränderungen reagieren und immer die Kosten- und Erlösstrukturen des Unternehmens im Blick haben. Wir als Investoren fordern das und Bergfürst hat nichts anderes gemacht: Kosten-/ Nutzenverhältnis analysieren und daraus ableiten, was das Geschäft beeinflusst und was der Markt möchte. Die BAFIN-Lizenz hat dann wohl die Messlatte zu hoch gelegt um ein modernes Finanzierungsinstrument zu entwickeln. Regulierung und Corporate-Governance sind halt immer die andere Seite der Medaille. Alles was mit BAFIN zu tun hat, ist auch noch teuer. Das können wir aus den eigenen Erfahrungen als kleiner Frühphaseninvestor mit einem inzwischen BAFIN-lizensierten Frühphasenfonds bestätigen. Meine Partner haben mir zur Sicherheit nicht einmal alle in diesem Prozess entstanden internen und externen Kosten genannt. Mit diesem Hintergrundwissen ist die Reaktion und Vorgehensweise von Bergfürst nachvollziehbar. Kosten, regulierte Prozesse und Reporting können kleine Unternehmen oftmals nicht wirklich (wirtschaftlich) leisten.
Die neu angebotenen Beteiligungen über Bergfürst sind dann inzwischen über ein klassisches paritätisches Darlehen abgebildet. Grundsätzlich ok. Bei der Beteiligung Urbanara konnte man quasi in Echtzeit die Konsequenzen miterleben, welche die Anforderung an eine öffentlich angebotene Direktbeteiligung in Verbindung mit der Regulierung entstehen. Die durchgeführten Hauptversammlungen zeigten, wie die eigentliche Beteiligungsstruktur passend gemacht wurde.
Inzwischen wurde auch die Mindestinvestmenthöhe bei Bergfürst auf nur 10 Euro gesenkt. Aus meiner Sicht entbehrlich. Aber jetzt gilt es, die vorerst letzte Chance von Bergfürst zu nutzen: Wir wollen solide Investmentprojekte sehen.


Ergänzung und Ausblick vom 02.09.2015:

Inzwischen sind ja zwei weitere Investments auf Bergfürst möglich: die Uhrenmarke C.H. Wolf und Geile Weine. Beide Themen sind meiner Meinung nach wirklich Geschmacksache. Die Investments laufen von Außen betrachtet auch eher schleppend. Aus meiner Sicht heißt es jetzt für die Plattform um so mehr, Gas geben und wirklich kurz- und mittelfristig solide Projekte zeigen!

Montag, 15. Juni 2015

EBS oder sind prominente Mitinvestoren ein Gütesiegel

EBS ist ein Medizintechnik-Investment auf companisto mit bereits beeindruckender Investmenthistorie: Nach dem Start in 2007 wurden bis zur aktuellen crowd-Kampangne über 8 Mio. € eingesammelt. Und das von Investoren mit Rang und Namen: HTGF, ILB und Earlybird. Und jetzt kann die crowd zu einer Pre-Money von 6,8 Mio. € mit in das Boot steigen.

Und im Endspurt der Kampangne, die nach meinem Geschmack doch etwas zu zäh verlief, investieren zwei in der Szene recht bekannte Business Angel. So wurde in Summe rund 260.000 € durch die crowd mobilisiert. Das anvisierte (aus meiner Sicht niedrige) Investment-Maximum ist nicht erreicht.

Bei EBS frage ich mich, wie passt die Investmenthistorie und das geringe crowdinvestment zusammen? Wurde so vielleicht die oftmals notwendige Handbreit-Wasser unter dem Kiel oder dem Investment eingesammelt. Aus unserer Investmenterfahrung ein nicht untypischer Investmentanlass. Oder nutzen wir hier die crowd-Finanzierung als Marketing-Ansatz, um das Thema, das Produkt oder die Lösung bekannter zu machen. Macht bei dem EBS-Produkt wirklich Sinn.

Und noch eine spannende Frage läßt sich mit dem Investment verbinden: Sind „große Namen“ als Investoren ein Stück mehr Erfolgsgarantie? Auch hier hat der Markt schnell wieder einen Trendbegriff: curated crowdfunding. Das Investieren gemeinsam mit Investmentprofis. Und diese Karte wurde bei EBS gespielt.
Wir wollen uns von großen Namen erst einmal nicht irritieren lassen. Sicherlich bekommt die crowd durch prominente Mitinvestoren und deren Prozesse und Strukturen ein ganzes Stück mehr Sicherheit in ein Investment. Aber wir sind trotzdem in der höchsten Risikoklasse für ein Investment bis hin zum Totalausfall.

Wir beobachten einfach einmal die Entwicklung, bei EBS, aber auch am Markt. Einige Plattformen, wie venturate oder fundernation setzen auf diesen Professionalisierungstrend.

Donnerstag, 16. April 2015

Crowd gibt nicht nur Geld oder Schwarmintelligenz mal anders herum

Heute kam dann mal eine Mail an den einzelnen Protonet-Investor. Angekündigt wurde es ja schon auf der Hauptversammlung im Februar: Die Investoren, deren Wissen und Meinung soll enger in das Projekt und die Unternehmensentwicklung eingebunden werden. Man bittet zum 15 Minuten Telefonat.

Warum nicht: Unter den rund 1.800 Investoren wird sicherlich einiges an Meinung und Wissen vorhanden sein. Nicht alles und jedes wird für die weitere Entwicklung Sinn machen, einiges wird auch vielleicht weit weg von einer Unternehmensrealität sein.
Aber: die Crowd hat sicherlich Einiges zu bieten und auch zu sagen. Ein Perspektivwechsel tut einem Management immer gut. Ideen und Ansätze sammeln, austauschen und wie es Neudeutsch heißt: challangen.

Also ein guter Ansatz! Aus meiner Sicht nutzen die crowd-finanzierten Unternehmen viel zu wenig oder nicht nachhaltig genug die attraktive Investorenbasis. Hier einfach mal auch mehr einfordern und fragen! Und das nachhaltig. Und nicht nur die Investmenteuphorie zu Beginn des Investment und den Beta-Test nutzen.

Dienstag, 14. April 2015

Ein wichtiger Schritt für selbstbestimmte Investments in unterschiedliche Anlagen

Die Crowd will selbstbestimmt in verschiedene Anlageprodukte investieren. Dazu gehört natürlich primär eine klassische Unternehmensbeteiligung. Aber warum soll man bei anderen „Produkten“ nicht auch selbstbestimmt und direkt investieren. Immobilen sind da so ein Thema, wir haben das hier um Tagebuch ja auch schon angesprochen.

Beeindruckend ist der Abschluß der aktuellen Companisto-Crowdinvesting-Kampangne: Gut ein dreiviertel Jahr nach dem ersten Angebot wurden für das Immobilieninvesting WEISSENHAUS insgesamt 7,5 Mio. € (in Worten siebenkommafünfmillionen) eingesammelt. Durchschnittlich 4.500 € investierten die 1.679 Einzelinvestoren. Europarekord! Herzlichen Glückwunsch and das Companisto-Team.

Die Suche nach dem sicheren Hafen? Ungefähr drei mal so viel wie ein durchschnittliches Crowdinvestment in einer „erwachsenen“ Unternehmensfinanzierung der Crowd. Meiner Meinung nach ein weiterer Nachweis und ein wichtiger Puzzelstein in der Etablierung eines neuen Finanzproduktes.

Ich bin zwar in WEISSENHAUS nicht persönlich investiert, aber ich kenne jemanden    ;-) Damit sind wir nah dran ...

Die PEF-Roundtable crowd-Initiative.

Die crowd: Begriff und Ansatz werden in unserer Branche sehr differenziert diskutiert. Das reicht von einer vollständigen Ablehnung bis hin zu euphorischen Diskussionen. Blenden wir die Ignoranten einmal aus, es ist doch ein hohes Interesse an diesen „neumodischen“ Investmentansätzen zu spüren: bei Investoren jeglicher Couleur, professionellen Business Angeln, aber insbesondere auch bei den Start-ups, verbindet man doch mit der crowd endlich den lang ersehnten Investor für das eigene Projekt. Vieles gut gemeint, aber noch schlecht gemacht und auch schon die eine oder andere dicke Enttäuschung, bspw. eine Insolvenz kurz nach Abschluss einer Crowd-Kampagne zeigt mir, das auch das Produkt Crowd dem typischen Zyklus innovativer Technologien unterliegt: Steiler Anstieg, starke Ernüchterung und erst dann solides Wachstum.

Die crowd Diskussion hat das Private Equity Forum NRW e.V. dazu bewogen, am 19. März einen ersten Roundtable zum Thema „Crowdinvesting“ in Düsseldorf zu initiieren. Mit dabei sind wichtigen Akteure aus ganz Deutschland: Plattformen, private und öffentliche Investoren, Privatinvestoren, Start-Ups.

Erkenntnisse, Ergebnisse und wichtige Informationen werden hier vom VC-Magazin gut zusammengefasst ...

Und?

Es geht weiter: Wegen des hohen Interesses plant das Private Equity Forum NRW angesichts die Erkenntnisse und Ideen aus dieser ersten Veranstaltung nochmals aufzugreifen und in den kommenden Monaten weiter zu vertiefen. Unsere nächsten Schritte zur festen Etablierung des Roundtables: Bis zum Sommer sollen die Vertreter der Start-ups enger in die Diskussion eingebunden werden. Wo sehen diese den Bedarf im gemeinsamen Zusammenspiel von Crowdfunding und klassischen Investoren? Einen zweiten gemeinsamen Roundtable des Private Equity Forum NRW wird es danach in der zweiten Jahreshälfte geben.

#staytuned #investingwiththecrowd #pefrtcrowd

Dienstag, 20. Januar 2015

Kooperationen and more

Kooperationen: Ein wichtiges Stichwort gerade in Verbindung mit den crowdinvesting-Entwicklungen am Markt. Aus meiner Sicht unverzichtbar, wenn es mit der crowd weiter gehen soll und sich so die Investmentlösungen am Markt der Frühphasenfinanzierung enger verzahnen.

Da passt natürlich die aktuelle Meldung: Die Plattform Companisto kooperiert mit dem ProSiebenSat.1-Accelerator. Hohe Ziele werden mit der Kooperation kommuniziert: Es gilt "den Standort Deutschland für die Gründerszene zu stärken und Strukturen zu etablieren, unter denen künftiges Innovationspotenzial begünstigt wird". In unserer altruistisch getriebenen Branche geht es aber im Wesentlichen um´s Geld verdienen! Und gleich werden auch die ersten beiden Start-Up´s als Investmentkampagne angekündigt: Es geht um Kunst und Schuhe ...

Machen solchen Kooperationen Sinn? Unbedingt, insgesamt müssen sich die Akteure am Markt viel besser aufeinander einlassen und in gemeinsamen Strategien abstimmen und da sind die Verträge zur Ausgestaltung einer Beteiligung nur ein kleiner Teil. Und Kooperation gilt nicht nur zwischen Inkubator und investment-Plattform, oftmals haben es ja gerade Start-Up´s aus Inkubatoren nicht gerade einfach im Thema der Folgefinanzierung. Es gilt auch für institutionelle und öffentliche Investoren oder beispielsweise auch oder gerade für Business Angels.

Und sonst: Das Immobilien-Investment Waisenhaus läuft und läuft und läuft, inzwischen die 6 Mio. Euro deutlich überschritten. Das Technologieinvestment EN3 ist jetzt auch bei über 500T Euro angekommen und die die 3D-Kamera panono hat auch schon die 1 Mio. Euro überschritten. Wenn in einer crowd-Kampangne erst einmal eine gewisse Dynamik entsteht, funktioniert es auch. Es gibt aber noch weit mehr Ansätze, die nicht soweit kommen. Kapital ist eben ein scheues Reh und geht lieber mit dem Rudel.

Mittwoch, 17. Dezember 2014

Da muß man sich aber ganz schön anstrengen

Anfang dieser Woche ging dann die Nachricht über die News-Kanäle: Vibewrite ist insolvent! Wurden doch Ende September DIESEN Jahres noch rd. 560T Euro über eine Seedmatch-Kampangne eingenommen, bekommen nun 551 Crowd-Investoren ein nettes Geschenk unter den Tannenbaum gelegt. Glückwunsch zu einer der aktuell größten deutschen Crowd-Pleiten.

Wo ist denn das Geld geblieben? Da hat sich das Vibewrite-Team aber ganz schön angestrengt. Aussagegemäß hat eine Krankenkasse wegen ausstehender Beiträge die Insolvenz ausgelöst - das passt vorn und hinten nicht. Bis eine Krankenkasse einen solchen Schritt unternimmt, gibt es sicherlich eine Vorgeschichte und auch die ausstehenden Beiträge "für einen Mitarbeiter" sind sicherlich aus einer Crowd-Finanzierung darstellbar. Blättert man im Netz ein wenig in den Kommentierungen und Stellungnahmen zum Thema, kommen massive Kommunikationsmängel, technische Verzögerungen und einiges mehr zusammen. Fast 600T Euro müssen aber durch schon bestehende Verbindlichkeiten vor oder während der Crowd-Finanzierung aufgefressen worden sein, hinzu kam vielleicht eine unüberlegte große technische Entwicklung, die versuchte, einen massiven Entwicklungsverzug wieder einzuholen. Der in einer Diskussion herangezogene Audi A7 wird wohl nicht zur Insolvenz beigetragen haben. Vielleicht aber eher der Marketingaufwand und Reisekosten (ich erinnere mich noch gut an die FB-Fotos aus dem Reisebericht USA).

Sehr, sehr schade, das so etwas passiert! Insolvenzen sind im Frühphasengeschäft nicht zu vermeiden, Unternehmen können an Technik und Märkten scheitern, aber nicht so schnell! Um so wichtiger ist, das sich die Plattformen solide mit dem Geschäftsansatz, dem Businessplan, Märkten und Technik und dem aktuellen Status Quo im Projekt beschäftigen, BEVOR man ein Funding auf die Plattform nimmt. Hier ist eine weitere Professionalisierung unbedingt nötig! Und darin werden sich die langfristig erfolgreichen Plattformen differenzieren.

Ach ja: Das Exit-Angebot an die companisten der Crowd-Plattform Companisto wurde doch recht deutlich abgelehnt, insofern sind die Crowd-Investoren meinem Rat aus Mitte November gefolgt ;-)


Donnerstag, 13. November 2014

Anmerkungen zum Kleinanlegerschutzgesetz

Ganz ohne eine Kommentierung zum verabschiedeten Entwurfs des Kleinanlegerschutzgesetzes  komme ich dann in meinem Blog zum Crowd-Investing doch nicht herum ...

Grundsätzlich halte ich es für sinnvoll, ja sogar wünschenswert, dass Verbesserungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen zu mehr Transparenz und Anlegerschutz insbesondere auf dem sogenannten grauen Kapitalmarkt führen. Der aktuelle Entwurf zeigt aus meiner Sicht aber wieder deutlich, wie groß die Lücke zwischen Praxis und Politik ist. Dazu einfach ein paar Anmerkungen ohne Anspruch auf Vollständigkeit oder gar juristisch tiefer Würdigung:

Bei der Prospektpflicht bin ich hin und her gerissen: Aus meiner Sicht ist das Prospektthema ein sinnvolles Instrument, um das Thema crowd-Finanzierung weiter zu professionalisieren. Dabei sind mir  aber zwei Aspekte wichtig: Zum Einen müssen Umfang und Inhalt einer Prospektpflicht auch im Verhältnis zum crowd-Ansatz und dem eingeworbenen Volumen stehen. Wir sprechen ja nicht über einen Telekom-Börsengang, auch wenn dieser ja kein sonderlich erfolgreiches crowd-Investing war. Daneben ist auch die geregelte Investmenthöhe ein wichtiger Aspekt in Verbindung mit der Prospektpflicht: Die europäische Regelungsgrenze liegt mit 5 Mio. Euro ein ganzes Stück höher als es der deutsche Ansatz mit 1 Mio. Euro vorsieht. Um das crowd-Thema weiter zu etablieren und auch auf das Marktversagen der Frühphasenfinanzierung zu reagieren, ist aus meiner Sicht die Grenze von 1 Mio. Euro deutlich zu niedrig angesetzt und es zeigt mir, wie weit die Architekten der Entwürfe von den Themen Unternehmensentwicklung und Wachstumstrategien entfernt sind. Dies bestätigt dann auch noch eindrucksvoll die ausdrückliche Ausnahme der Prospektpflicht für paritätische Darlehen und Nachrangdarlehen.

So richtig daneben gegriffen, haben dann die Macher beim Investmentengagement der Investoren: Es werden nur Einzelinvestoren von bis zu 1.000 Euro und einer Obergrenze von 10.000 Euro auf Basis von Vermögensnachweisen zugelassen. Diese Grenzen gelten auch noch, wenn das Gesamtvermögen 100.000 Euro übersteigt. Daran zeigt sich, dass oftmals gar nicht klar ist, wer eigentlich die interessante Zielgruppe für crowd-Investments sind. Das Thema Bevormundung will ich jetzt nicht wieder bemühen. Es ist wichtig, dass die crowd verantwortlich mit dem Thema „Verhältnis crowd-(Hochrisiko)Investment zu Gesamtvermögen“ umgeht. Die genannten Grenzen halte ich aus der Praxis jedoch für wenig sinnvoll. Wir müssen nicht versuchen, das Thema durch zu engen Grenzen zu beherrschen. Viel wichtiger ist insgesamt ein gesellschaftlicher Senibilisierungsprozess für die Themen Unternehmertum, Innovation und  das Chancen-/Risiko-Profil von Frühphaseninvestments.

Als ein drittes Anzeichen, wie weit entscheidende Leute trotz aller Bekenntnisse noch vom digitalen Zeitalter entfernt sind, zeigen bürokratische Ansätze im Entwurf, welche beispielsweise das manuelle Unterschreiben eines Vermögen-Anlage-Informationsblattes (aus meiner Sicht auch sehr gut durch einen intelligenten digitalen Authentifizierungsdialog darstellbar) oder auch Werbeeinschränkungen für crowdfunding-Projekte in den Online-Kanälen. Ausnahmen für Werbemaßnahmen werden dann nur für  Print-Produkte definiert. Die crowd-Zielgruppe hält sich aber in diesen sehr stark rückläufigen Medien nahezu nicht mehr auf und wir wollen ja auch keine „Volksaktien“ vertreiben. Also Thema verfehlt ….

An diesen drei Bereichen sieht man aus meiner Sicht recht deutlich, dass zum Anlegerschutz auch Professionalisierung und Eigenverantwortung hinzukommen müssen und dazu gehört einfach eine breite Aufklärung über die Chancen, aber auch die erheblichen Risiken und Herausforderungen von Frühphaseninvestments, ohne die Innovationen nicht möglich sind. Und das Zusammenspiel zwischen Rendite und Risiko geht immer Hand in Hand: beim Sparbuch, der Telekom-Aktie, aber auch beim crowd-Investment.


Wer das ganze Thema jetzt auch sachlicher, ausführlicher und juristisch exakter durchdringen möchte, den verweise ich gern auf die beiden Ausführungen von Lea Maria Siering und ihren Kollegen von TaylorWessing …

Dienstag, 14. Oktober 2014

Im Westen nichts Neues

Die Zeit vergeht, schon Mitte Oktober und der letzte Eintrag im Tagebuch ist von Ende August?  Gibt es denn nicht Neues aus dem Crowdinvesting-Labor zu berichten? Schauen wir einmal in den Bestand:

Auf Bergfürst ist der Kurs unserer Urbanara-Aktie auf aktuell 8,60 € gefallen. 14% Verlust gegenüber Einstandskurs vor rund einem Jahr werde ich meiner Frau wohl noch erklären können. Im November jährt sich das Crowd-Investment. Seed-Investments sind, auch wenn sie auf Aktien basieren, nicht wirklich vergleichbar. Der DAX liegt trotz Zwischenhoch bei 10.000 auch nur rund 200 Punkte höher als vor einem Jahr. Inhaltlich wirklich Neues gibt es bei Urbanara nicht zu berichten: Gut, eine Info, daß der Mietvertrag des Stores im Bikini in Berlin verlängert wurde. Alles braucht halt seine Zeit. Warten wir mal den nächsten Quartalsbericht ab. Irgendwie war doch auch bei Urbanara eine Finanzierungsrunde notwendig und auf der HV auch avisiert, zumindest gute Gespräche ...

Und wie sieht es bei readfy aus? Die neue App ist inzwischen verfügbar und natürlich auch auf meinem ipad installiert. Das von mir gesuchte Angebot ist aktuell jedoch noch eher mager. Anbieter, wie Amazon sind da potenziell doch noch eine andere Liga – kostenlos hin oder her. readfy ist inzwischen auf allen relevanten Plattformen und damit Stores verfügbar und zeigt beim download ranking inzwischen gute bis sehr gute Platzierungen. Auch die mediale Präsenz auf spiegel.de, heise, computerbild und Co geht damit einher. Mal schauen, wie sich das dann mittel- bis langfristig in der Monetarisierung abbildet. Auch ja, einen Wechsel in der Geschäftsführung hat es auch gegeben - wie ein anderer Tagebucheintrag ja schon beschreibt: es wächst um die Gründer herum - zumindest eine erste kurze eigene Recherche zeigt, das Miriam Behmer zu readfy passt. Geben wir einfach mal die obligatorischen ersten 100 Tage.

Und auch zum Investment protonet nicht wirklich was Neues: erste Server ausgeliefert, neue Betriebssystem-Version verfügbar, erste Lieferungen aus dem Shop noch vor Weihnachten und einige Pressemitteilungen und -berichte. Auch bei protonet freu´ ich mich schon auf den nächsten Quartalsbericht.

Neben den drei konkreten Investments dann hier für mein Tagebuch noch ein kleiner Blick auf den Markt. Aus meiner Sicht finden wir in den letzten Wochen ein paar interessante Entwicklungen:

Anfang Oktober gab companisto dann die erste crowd-Kampangne für ein "Technologie-Start Up" bekannt. Wir, als klassisch institutioneller Investor haben am Markt in den letzten Monaten immer schon mal mitbekommen, daß sich die verschiedenen Crowd-Plattformen auch B2B-Geschäftsmodelle und Technologie-Start Up´s mit anspruchsvollen Anwendungen anschauen. companisto machte da zur Ankündigung ein kurzes Geheimnis daraus. Schließlich war es raus: Das Unternehmen EN3 entwickelt ein System zur CO2-freien Stromerzeugung aus ungenutzter Rest- und Abwärme. Das Funding von Start Up´s auf dem Energiesektor ist aktuell sehr schwierig - ich will aus unserer Erfahrung sogar so weit gehen, daß dies aktuell in Deutschland nahezu unmöglich ist. Da erscheint mir die companisto-Kampangne wie ein Testballon. Das Energiethema und Nachhaltigkeit ist einer crowd sicherlich zu verkaufen, ob wir allerdings bei EN3 die funding-Schwelle von 250T € spürbar überschreiten? Ich bin da eher skeptisch. Für die Plattform steht der PoC sicherlich im Vordergrund.

Und dann gab es ja da noch die Entwicklungen von Crowd-Immobilieninvestments: companisto mit der Kampagne WEISSENSEE hat aktuell die 4,8 Mio € schon überschritten. Die angepeilten 5 Mio € rücken damit in greifbare Nähe. Der einzelne companist investierte durchschnittlich ca. 4.500 € in das Immobilien-Angebot. Aus meiner Sicht für die aktuell größte crowd investing Kampagne in Europa ein toller Erfolg. Bergfürst braucht für die Kampagnen da gefühlt immer etwas länger. Das Warten auf das Middendorf-Haus hat hoffentlich etwas mit Qualität zu tun, aber der angekündigte Termin „September/Oktober 2014“ ist ja quasi Jetzt. Ich bin gespannt!

Sonst noch interessante Entwicklungen am Seed-Investmentmarkt? Aus vielen Gesprächen nehme ich mit, daß wir das Thema crowd ernst nehmen sollten! Dies spiegelt mein persönlicher Austausch sowohl mit institutionellen Frühphasen-Investoren, aber auch dem einen oder anderen professionellen Business Angel. Wir müssen uns überlegen, wie wir die crowd insgesamt in unsere Finanzierungsstrategien einbinden.

Soweit für heute. Bis bald und zum nächsten Tagebuch-Eintrag zur Quartalsberichtssaison - wenn uns keine Ad Hoc-Meldung dazwischen kommt.

Mittwoch, 27. August 2014

Insolvenz eines über companisto finanzierten Unternehmens

Heute ging es dann über den Ticker: Insolvenz von Sommelier Privé. Erst Ende letzten Jahres wurden 300.000 € von über 700 Investoren eingesammelt. Diese haben dann heute durchschnittlich rund 450 € verloren. Mit dem Investment hat man sicherlich eine andere Finanzierungsreichweite verbunden als acht Monate.
An mir ist die Insolvenz vorbei gegangen. Das insolvente Unternehmen ist ja nicht Teil meines crowd-Labors. Warum trotzdem ein Eintrag im Tagebuch: Mit den crowd-Investments und der jeweiligen Plattform ist man mit seinem investierten Kapital eben immer in einer frühen Unternehmensphase! Das heißt: höchste Risikoklasse. Als institutioneller Investor kann man in der Frühphase mit mindestens 30% Totalausfall rechnen, rd. 20% der Investments bringen nur die wirkliche Rendite. Und das ist nur Statistik.
Die Insolvenz von Sommelier Privé also ein ganz normaler Vorgang im Frühphasengeschäft und damit eben auch für die crowd. Mit der Insolvenz heute, den schon zurückliegenden Insolvenzen wie beispielsweise sportrade, betandsleep, bluepatent, tamponsforyou oder foodiesquare wird sich die Erfahrungskurve von crowd-Investoren fortschreiben - mal schauen wie die crowd damit umgeht.

Montag, 25. August 2014

In eigener Sache

Vielen Dank für die vielen Ansprachen, Meinungen und Hinweise, die mich bisher auf den verschiedenen Kanälen zu diesem Tagebuch erreicht haben. Auch Dank für das eine oder andere persönliche Gespräch dazu oder die ersten postings. Es zeigt, das es ein generelles Interesse an dem Thema crowd-investing gibt!

Sicherlich bietet die Vielzahl der unterschiedlichen Geschäftsmodelle, welche ein crowd-funding suchen, Diskussionspotenzial über Sinn und oder weniger Sinn, über Potenziale und Renditeerwartungen. Aber in diesen Finanzierungsansätzen drückt sich so auch ein ganzes Stück zunehmende Individualiät und Selbstbestimmtheit, aber auch -verantwortung aus.

Im aktuellen VC-Magazin, welches Ende August kommt, gibt es übrigens einen "crowd-Schwerpunkt" und auch einen Betrag von mir dazu. Stay tuned!

Samstag, 2. August 2014

Neuer Gesetzentwurf zum Kleinanlegerschutz - und die beta der readfy-App

In den letzen Tagen ist die crowd wieder in Diskutierlaune: Die Bundesregierung hat am 28.7.14 den Entwurf eines neuen Kleinanlegerschutzgesetzes präsentiert. Zumindest in der crowd-Branche geht es medial hoch her. Für die Strategen der Parteien nicht nur in Berlin ist das wahrscheinlich eher ein „Sturm im Wasserglas“: Welche Wählergruppe kann wohl etwas mit Innovation, Startup´s, Frühphaseninvestments, crowd oder Internet-Geschäftsmodelle anfangen? Die entscheidenden Wählergruppen interessieren sich eher für die Rente und „die dann ab wann“; Deutschland´s Übernahme internationaler Verantwortung;  fliegt der Urlaubsflieger über ein Krisengebiet; Bildung und die „internationale“ Zusammensetzung der Schulklasse der Tochter und „Wir sind Weltmeister“.
Für uns als institutioneller Investor gilt ja inzwischen auch die AIFM-Richtline und das sind erhebliche regulatorische Anforderungen an das Fondmanagement und die Auflage unserer neuen EnjoyVenture-Seedfonds. Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht, insbesondere wenn es darum geht, sowohl Milliarden-Fonds als auch kleine Seed-Fonds mit  50 Mio. € Fondsvolumen über einen Gesetzentwurf „zu erschlagen“.
Es gilt, auch diesen Sturm wieder einmal abzuwettern und in mühevoller Arbeit über unsere Interessenvertreter „awareness“ zu schaffen. Je weniger uns die Politik hereinredet, je besser. Und gerade das zarte crowd-Pflänzchen kann noch nicht viel Wetter vertragen! Für dieses Pflänzchen heißt es: die in Deutschland insgesamt eingesammelten 30 Mio € der letzen drei Jahre für rund 100 Startup´s  werden so behandelt wie die 1,4 Mrd € für prokon - die Werbung in der Hamburger U-Bahn ist mir übrigens jetzt noch präsent. Gründerzeit geht anders! Mit den besten Grüßen an die SPD und die CDU nach Berlin! Lassen wir doch ruhig mehr Eigenverantwortung beim Einzelnen!

Heute übrigens die beta der readfy-App für iOS installiert. Wollte meinen companisto-Bonus dann doch mal einlösen! Die App macht einen ersten soliden Eindruck, eine sinnvolle ipad-Version? coming soon! Schauen wir mal das Angebot und die meistgelesen Angebote: Krimis und Thriller, Perry Rhodan (Erinnerungen an die Oberstufe werden wach), Erotik and more. Unter Business und Karriere der Schmöcker „Crowdinvesting,“ aber auch der gay-Führer für Berlin als meistgelesen - crowd halt ...

Freitag, 18. Juli 2014

Gerade Immobilien im Angebot

Bergfürst hatte es ja schon lange angekündigt: Immobilieninvestments gehören auf eine crowd-Investing-Plattform. Selbstbestimmte Privatinvestoren wünschen auch diese Assetklasse. Und jetzt ging es Schlag auf Schlag. Zumindest gefühlt präsentieren sich nahezu zeitgleich zwei Immobileninvestments: das Middendorf Haus in Hamburg auf Bergfürst und WEISSENHAUS, ein 5-Sterne Luxusressort an der Ostsee auf companisto.

Die Zeichnungsphase für das Middendorf Haus beginnt im September. Also noch ausreichend Zeit sich über das Investment zu informieren. 3,5 % Verzinsung, nicht ganz uninteressant gegenüber unserem aktuellen Sparbuch. Ich hätte mir aber eher wieder ein Angebot für eine Unternehmensbeteiligung auf Bergfürst gewünscht. WEISSENHAUS dagegen gibt auf companisto Gas, verspricht eine Verzinsung von mindestens 4% und hat nach rund zwei Tagen etwas mehr als 1,2 Mio. € eingesammelt. Das Funding-Maximum von 2 Mio. € scheint schon bald erreichbar.

Immobilien sind eine Risikoklasse bei dem Chancen/Risiken in einem anderen Verhältnis stehen als bei einer klassischen Unternehmensbeteiligung. Sicherlich ist das ganze Thema bei Immobilien leichter nachvollziehbar, vom Markt her transparenter und rechenbarer.  Mal schauen, wieviel Informationen die Unterlagen hergeben. Jeder der bereits eigene Immobilien im Bestand hat weiß, das auch 3-4% erstmal verdient werden müssen. Aber, ich bleibe tapfer und schau´ wirklich nur und muß erst einmal die Teilnahme an der Urbanara-Hauptversammlung in Berlin in meine Reiseplanung integrieren.

Heute kam dann auch der Gutschein für mein protonet-Investment. Will ich die Maya wirklich? Generell nicht uninteressant, aber aktuell nicht noch eine Hard-/Software-Lösung zu Hause, vielleicht später ...

Montag, 23. Juni 2014

Ich hab´s schon wieder getan

Heute war es dann soweit. Ich habe mein drittes Crowd-Investment durchgeführt. Irgendwie spontan. protonet hatte ich schon beobachtet. Die ersten 1,5 Mio. € waren ja  in rund 10 Stunden zusammen. Die Runde wurde noch mal geöffnet, die nächsten 1,5 Mio. € waren dann in fünf Tagen eingesammelt. Geworben wurde damit, das man so immer mehr von Investoren unabhängig wird. Da ist Verstand dran! Ein klassische Finanzierungsrunde in früher Unternehmensphase für ein B2C-Hardwareprodukt will ich aktuell für Deutschland mal als nahezu unmöglich bezeichnen! Aber sind die rund 1.800 Investoren mit durchschnittlichem Invest von ca. 1.600 € alle dumm? Was treibt diese und damit auch mich?

Ja, es kommt eine gewisse Dynamik auf, man will dabei sein. In den Verträgen steht klar, zahle, du hat nichts zu sagen, das ganze lebt vom Prinzip Hoffnung. pay and pray. Aber irgendwie hat ein solches Investment eine gewissen Charme, man identifiziert sich irgendwie mit dem Thema. Zumindest zum Zeitpunkt des einzelnen Investments.

Und weil es mein drittes Crowd-Investment ist, will ich einfach mal lose über die Entwicklung der Investments berichten, quasi als Tagebuch. Es wird ja einiges drüber geschrieben, teilweise gibt es auch um das Thema einen Hype. Nachdem ich nun seit 15 Jahren als Seedinvestor und mit der EnjoyVenture unterwegs bin, glaube ich, daß Crowdinvestments mittel- und langfristig vielleicht einen Platz in der Frühfinanzierung bekommen können. So wird auch insgesamt die Gründungsdynamik gestärkt. Nicht jedes Geschäftsmodell braucht den klassischen Investor oder einen VC!

Und auch spannend: der Vergleich der Plattformen Bergfürst mit urbanara, companisto mit readfy und letztendlich seedmatch mit protonet. Unterschiedliche Ausgestaltung der Beteiligungen, unterschiedliche Ansätze in der Plattform selber und in der Investorenkommunikation. Ich bin gespannt, wie es weitergeht! Also dranbleiben, freu´ mich auf Leser!